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Freitag, 26. Februar 2010

Familienhundmesse in Flörsheim

An diesem Wochenende (27. und 28. Februar) fallen alle Kurse aus, da wir auf der Familienhundmessen bzw. einer Weiterbildung des Berufsverbands der Hundeerzieher sind. Termine werden nachgeholt!

Die Messe in der Stadhalle Flörsheim (Kapellenstr. 1) ist für interessierte Hundehalter geöffnet. Neben verschiedenen Ausstellern gibt es ein interessantes Programm:




Messeprogramm

SAMSTAG

11.30 Uhr
Vortrag Mantrailing (Menschensuche mit dem Hund)

11.45 Uhr
Nasenarbeit und Apportieren

12.15 Uhr
Mitmachaktion zum Abbruchsignal

12.45 Uhr
Tellington Training –Entspannung für den Hund

13.00 Uhr
Behindertenbegleithund – was muss er können, wie lernt er das?

13.30 Uhr
Welpenstunde „Parole Fliegende Ohren – Rückruftraining für Minis“

14.00 Uhr
„Strebergruppe – was Hunde so alles können“

14.30 Uhr
Dogdancing – Tanzen mit dem Hund

14.45 Uhr
Tellington Training – Entspannung für den Hund

15.00 Uhr
Behindertenbegleithund – was muss er könne, wie lernt er das?

15.30 Uhr
Mitmachtraining: „ Wer guckt am schönsten?“ ‐ Aufmerksamkeitstraining

16.00 Uhr
„Die Rolli‐Labrador‐Connection“ – Behindertenbegleithunde in Aktion

16.30 Uhr
Tricktraining – clever Hunde zeigen, was sie drauf haben

17.00 Uhr
Mitmachaktion zum Abbruchsignal

17.30 Uhr
Nasenarbeit und Apportieren

18.00 Uhr
„Neues aus der Trickkiste“ – noch mehr clevere Tricks von cleveren Hunden

18.30 Uhr
Pettrailing – Hunde suchen Tiere
 
 
SONNTAG
Name der Hundeschule /Vortrag

10.30 Uhr
Vortrag Mantrailing 

11.00 Uhr
Welpenstunde „Parole Fliegende Ohren – Rückruftraining für Minis“

11.30 Uhr
Mitmachaktion Abbruchsignal

12.oo Uhr
Tellington Training

13.oo Uhr
Behindertenbegleithund

13.30 Uhr
„Strebergruppe ‐ was Hunde alles so können“

14.00 Uhr
Die Rolli‐Labrador‐Connection

14.30 Uhr
Dogdancing

15.00 Uhr
Behindertenbegleithund

15.30 Uhr
Mitmachaktion „Wunschzettel“

16.00 Uhr
Mitmachaktion „Wunschzettel“

16.30 Uhr
Tricktraining

17.00 Uhr
Mitmachaktion Abbruchsignal

17.00 Uhr
Vortrag Pettrailing

Montag, 22. Februar 2010

Welpenkurse

Neue Termine für das Frühjahr!
 
Im Frühling haben wir wieder neue Kurse und Workshops geplant, unter anderem eine Welpengruppe im Raum Boppard, Workshops zum Thema Rückruf und Leinenführigkeit und Rückruf im Raum Idstein und Niederkrüchten und Grundausbildung für erwachsene Hunde im Raum Kastellaun und NiederkrüchteTerminen und Kursinhalten sehen Sie auf unserere Webseite.

Freitag, 12. Februar 2010

Tellington TTouch

Tellington TTouch ist eine sanfte und respektvolle Therapieform für Hunde und andere Tiere, die dabei helfen kann, die Behandlung einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen oder Verhaltensauffälligkeiten zu unterstützen. Dazu gehören das Ziehen an der Leine, Athritis, übertriebene Reaktionen auf Umweltreize, Schüchternheit, schlechte Konzentrationsfähigkeit und holpriger Gang. TTouch wurde vor etwa 30 Jahren von Linda Tellington-Jones erfunden und wird heute weltweit von Hundetrainern, Tierpflegern, Tierärzten, Therapeuten und Hundehaltern angewendet.

TTouch Anhänger sind davon überzeugt, dass es eine Verbindung zwischen Körperhaltung und Verhaltensauffälligkeiten gibt und nutzen daher Körperarbeit, Bodenübungen und spezielles Ausrüstungen dazu, Spannungen im Körper abzubauen und ein Gefühl der Ruhe und des Wohlbefindens zu erzeugen. Dies hilft dem Hund dabei, Selbstbewußtsein und Selbstkontrolle zu entwickeln und aus dem Zyklus von instinktiven und angstvollen Reaktionen auszubrechen.

Ein Hund, der gegen Lärm empfindlich ist oder eine echte Phobie hat, weist aller Wahrscheinlichkeit nach Spannung in Hinterläufen und Schwanz auf. Die Unterschenkel, Schwanz und Ohren fühlen sich außerdem kalt an. Die nicht-invasiven Körperbewegungen (TTouches) können dann dabei helfen, die Blutzirkulation zu verbessern. Dabei werden die kalten Gliedmaßen aufgewärmt, verspannte Muskeln entspannt und Atmungsmuster unterbrochen. Meist stellt sich dabei auch ein Gefühl der Ruhe ein.

Das Abstreifen der Ohren mit einer bestimmten Bewegung senkt zum Beispiel den Puls und die Atmungsfrequenz und ein so genannter Body Wrap (ein Körperwickel oder T-Shirt) gibt dem geräuschempfindlichen Hund ein Gefühl der Sicherheit und reduziert damit oft das Bedürfnis, sich zu verkriechen.

Da Verhalten meist von bestimmten körperlichen Befindlichkeiten abhängig sind, zeigen Hunde mit diesen Spannungen im Körper oft die gleichen Verhaltensmuster; sie sind in neuen Situationen nervös, Fremden gegenüber mißtrauisch und fahren nicht gerne Auto. Mit TTouch können diese Hunde an Selbstbewußtsein gewinnen, Verhaltensmodifikationen und Trainingsansätze haben damit mehr Erfolg.

TTouch besteht aus drei verschiedenen Elementen. Die Körperarbeit, die eigentlichen TTouches, sind wiederum in drei Gruppen unterteilt: kreisförmige Bewegungen, langes Ausstreichen und leichtes Anheben der Haut. Dabei handelt es sich um eine Reihe von verschiedenen, leichten Druckberührungen und Streichelbewegungen. Ziel ist es, das Körperbewußtsein und geistige Wohlbefinden des Hundes zu stärken und ihm neue Erfahrungen zu ermöglichen, in dem sensorische Aspekte des Nervensystems angesprochen werden.

Die kreisenden Bewegungen stellen die Grundlage der TTouch-Technik dar. Finger oder Hand bewegen sanft die Haut des Hundes in einem ein-einviertel Kreis, normalerweise im Uhrzeigersinn. Dies hilft bei der Muskelentspannung um bestimmte Gelenke oder andere Körperteile und reduziert Stress. Die Position der Hand und der angewendete Druck hängen dabei von dem zu behandelnden Hund ab, und welche Körperteile behandelt werden. Nervöse Hunde, die sich generell nicht gerne anfassen lassen, finden zum Beispiel Berührung mit der Handrückseite als weniger bedrohlich.


Bei der Bodenarbeit wird der Hund durch eine Reihe von Stangen am Boden, niedrige Hindernisse und Wippen geführt, die in bestimmten Muster ausgelegt werden. Verschiedene Untergründe hefen dabei, Körperhaltung und Bewegungsabläufe zu verbessern und Balance und Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Die langsamen, präzisen Bewegungen haben eine beruhigende Wirkung auf den Hund und helfen ihm dabei, sich selber zu kontrollieren.

Darüber hinaus können diese Pacours Flexibilität und Gang positiv beeinflussen. Körperliche und mentale Balance sind voneinander abhängig, und die Tellington Bodenarbeit kann daher dramatische Effekte auf Verhaltensauffälligkeiten haben, insbesondere bei Hunden, die aus gesundheitlichen Gründen ruhig gehalten werden müssen oder die sich an der Leine schnell hochfahren. Sie können auch eine wertvolle ergänzende Maßnahme sein, um einen Hund gegen Berührungen zu desensibilisieren.

Gewisse Ausrüstungen haben ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Körperhaltung und das Verhalten eines Hundes. Druck auf den Nacken des Hundes lassen diesen seinen Körper verspannen, und Druck am Hals kann Stress erzeugen (Aus diesem Grund bevorzugen wir Geschirre statt Halsbänder, weil der Druck dann einmal an einer anderen, unempfindlicheren Körperstelle einwirkt und außerdem besser verteilt wird. Siehe dazu auch den Artikel "Geschirr versus Halsband"). Ein Geschirr mit einer langen Leine ist daher die beste Art, einen Hund zu führen. Die Leine kann dann entweder im Halsbereich oder dem Rücken oder sogar vorne im Brustbereich befestigt werden. TTouch Practitioner verwenden außerdem oft Körperwickel oder eine künstliche Hand, damit der ängstliche Hund nicht durch den sich nähernden Therapeuten verängstigt wird. Bei aggressiven Hunden ist dies außerdem eine Sicherheitsmaßnahme.

Körperwickel oder T-Shirts sind ebenfalls wichtiger Bestandteil der Werkzeugkiste eines TTouch Practitioners und werden in verschiedenen Situationen angewandt, zum Beispiel bei Lärmempfindlichkeit. Sie erhöhen das Körperbewußtsein und helfen nervösen oder hyperaktiven Hunden dabei, sich zu entspannen.

Entgegen früherer Lehrmeinung bedeutet der vorsichtige Körperkontakt mit einem ängstlichen, reaktiven oder defensiven Hunds keine Bestätigung des Verhaltens, sondern kann dabei helfen, dieses zu verändern. Tellington TTouches haben einen tiefwirkenden und starken Einfluss auf das Nervensystem und können damit Reaktionen und Gefühle beeinflussen. Sogar eingefahrene Verhaltensmuster können durchbrochen werden, was dem Hundehalter oder Trainer die Möglichkeit gibt, Alternativverhalten aufzuzeigen.

Die genaue Beobachtung des zu behandelnden Hundes sind ein wichtiger Bestandteil der TTouch Arbeit. Practitioner schauen auf die Reaktionen des Hundes auf Reize und berücksichtigen Körperhaltung, Balance, Bewegung und Muskelentwicklung des Hundes. Die Herz- und Atmungsfrequenz, Beschaffenheit und Erscheinungbild des Fells und andere Anzeichen wie Änderungen der Temperatur in bestimmten Körperteilen, sprödes oder trockenes Fell oder Spannungen in Schwanz, Ohren oder Beinen werden ebenfalls in Betracht gezogen. Darüber hinaus geben die Reaktionen des Hundes auf Berührungen oder seine Fähigkeit, einen Pacour zu meistern Aufschluss über seine Befindlichkeit. Schwerpunkt liegt darauf, zu sehen, was der Hund meistern kann, nicht was er nicht kann. Es wird also immer unter der Schwelle dessen gearbeitet, bei der der jeweilige Hund reagieren würde, insbesondere bei der Behandlung von nervösen und defensiven Tieren.

Montag, 1. Februar 2010

My Box is my Castle - Oder wie ich meinen Hund an eine Hundebox gewöhne

Wenn Ihr Hund sich gerne in seiner Hundebox (Transportkiste, Gitterbox, bestimmter Raum, Hundebett) aufhält, kann Ihnen das in vielen Situationen das Leben erleichtern. Die Box kann eine große Hilfe dabei sein, den Welpen stubenrein zu machen und Unfälle zu vermeiden, wenn Sie ihn nicht beaufsichtigen können. Sie verhindert auch, dass der zahnende Junghund Ihre Einrichtung zerstört, wenn Sie nicht aufpassen können, was er gerade zwischen die Pfoten (und Zähne) bekommt.

Hunde mit Angstphobien fühlen sich oftmals auf begrenztem Raum wohler, so dass bei Angst vor Gewitter, Feuerwerk oder dem Alleinbleiben eine solche „Höhle“ dem Hund Sicherheit vermitteln kann. Wenn Ihr Hund bei Besuchern entweder zu stürmisch oder sogar aggressiv reagiert, können Sie ihn daran gewöhnen, zunächst in seiner Box abzuwarten, bis er Gäste (angemessen) begrüßen darf – oder aber Sie haben das sichere Gefühl, dass Ihr Hund keine Gelegenheit hat, Ihren ahnungslosen Gästen mit aggressivem Bellen, Schnappen oder gar Beißen zu begegnen.

Auf Reisen kann die Box im Auto der Sicherheit dienen – kein Hund sollte jemals ungesichert Auto fahren dürfen – und dient im Hotelzimmer oder Feriendomizil als vertraute Schlafstätte. Sollten Sie mit dem Flugzeug verreisen, muss Ihr Hund sowieso in die Transportkiste, so dass der Reisestress deutlich reduziert wird, wenn er diese schon kennt und sich darin wohl fühlt.

Nicht zuletzt bietet die Box dem Hund eine Rückzugsmöglichkeit, wenn er dem Trubel des Familienlebens entkommen möchte oder Sie ihn einfach für kurze Zeit aus den Füssen haben möchten, ohne ihn völlig vom Familienleben auszuschließen, in dem Sie ihn in einen abgelegenen Raum oder gar den Garten sperren.

Auf der anderen Seite sollte die Hundebox nicht dazu missbraucht werden, den Hund den ganzen Tag eingesperrt zu halten, weil er sonst nicht kontrollierbar ist. Auch sollten Sie beachten, dass manche Hunde nicht gerne auf engem Raum eingesperrt sind – oftmals auch Hunde mit Angst vor dem Alleinbleiben. Die Hundebox ist ein Trainings- und Managementtool, aber keine Dauerlösung!


Es gibt verschiedene Typen von Hundeboxen, einmal die bekannten Transportboxen, die auch von Fluggesellschaften und Schifffahrtslinien zugelassen sind. Diese sind meist aus Hartplastik und haben unten oder oben Belüftungsschlitze und vorne eine verschließbare Gittertür. Dann gibt es noch Boxen, die aussehen wie Drahtkäfige, und die sich meist flach wie ein Koffer zusammenfalten lassen. Über letztere kann man auch ein Handtuch oder eine Decke legen, um den Höhleneffekt zu reproduzieren. Achten Sie auf gute Qualität – die Box wird Ihnen ein Hundeleben lang erhalten bleiben, und die Investition lohnt sich.

Die Box sollte so groß sein, dass Ihr Hund darin aufrecht stehen und sich drehen kann. Besonders für Welpen sollte die Box nicht zu groß sein, da sonst der Effekt verloren geht.

Die Box sollte weich und gemütlich sein, Sie können also entweder ein Hundebett hineinlegen oder die Box sonst wie auspolstern. Legen Sie außerdem ein altes T-Shirt oder eine Decke mit Ihrem Geruch in die Box, damit Ihr Hund sich sicher und geborgen fühlt. Stellen Sie die Box in einer ruhigen Ecke auf, in der Ihr Hund sich zwar zurückziehen kann, aber trotzdem am Familienleben teilhat.

Sie können Ihrem Hund die Box schmackhaft machen, in dem Sie ihn darin füttern oder Futterbelohnungen darin verstecken. Wenn Sie mit dem Clicker arbeiten, können Sie Ihren Hund natürlich auch in kleinen Schritten dahin shapen, sich in die Box zu legen und dort zu bleiben. Die Tür sollte dabei zunächst offen bleiben.

Später geben Sie Ihrem Hund einen gefüllten Kong™, schließen Sie die Tür für einen Moment, und öffnen Sie diese wieder, bevor Ihr Hund damit fertig ist. Verlängern Sie dann in kleinen Schritten die Zeit, die sich Ihr Hund in der Box aufhält. Zunächst sollten Sie die Tür immer öffnen, bevor der Hund aufgehört hat, sich mit seinem gefüllten Kong™, Spielzeug oder Kauknochen zu beschäftigen. Damit schaffen Sie eine positive Assoziation mit der Hundebox – ihr Hund wird sich gerne darin aufhalten.

Nun können Sie ein Signalwort einführen, wenn Sie 100 € verwetten würden, dass Ihr Hund jetzt in die Box geht. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis Sie merken, dass Ihr Hund bereits Richtung Box geht, wenn Sie Ihr Signalwort sagen. Steigern Sie nun die Entfernung von der Box, so dass Ihr Hund letztendlich in seine Höhle rennt, wann immer Sie das Signalwort sagen – egal, wo er sich gerade befindet. So können Sie zum Beispiel auch die Türklingel oder eintretende Besucher zum Signal werden lassen, damit Ihr Hund sich automatisch in seine Box zurückzieht.

Jetzt haben Sie ein wertvolles Managementtool an der Hand, mit dem Sie eine ganze Reihe von potentiellen oder bereits bestehende Problemen vorbeugen oder begegnen können.